Casino-Unternehmen veröffentlichen Updates zu COVID-19

Heike Cole - 20-03-2020

Casinos leiden unter COVID-19Es steht außer Frage, dass das neuartige Coronavirus (COVID-19) maßgebliche Auswirkungen auf sämtliche Arten von Unternehmen hat; hierzu zählen auch Casinos. Aktuell gibt es kaum Anzeichen dafür, wann die Situation vollständig unter Kontrolle sein wird. Viele Glücksspielunternehmen haben sich daher entschlossen, umfassende Berichte zu veröffentlichen, in denen die möglichen Auswirkungen auf ihre Einnahmen detailliert beschrieben werden.

Die Rank Group betreibt physische Einrichtungen im Vereinigten Königreich sowie in anderen Ländern und berichtete, dass bis zum am 15. März endenden Zeitraum Profite verzeichnet werden konnten.

Im Anschluss an diese scheinbar gute Nachricht folgte jedoch die Feststellung, dass sich die Umsätze in Großbritannien deutlich verlangsamt hätten und in den kommenden Wochen voraussichtlich sogar drastisch zurückgehen würden. Weiterhin sollen sich die Verluste der Casinos im Vereinigten Königreich auf rund 27 Millionen Euro belaufen, wobei dieser Betrag durch Korrekturmaßnahmen auf etwa 18 Millionen Euro gesenkt werden könnte.

LeoVegas und SBTech

Das Unternehmen LeoVegas, welches für die besten Online-Casino-Spiele in Deutschland sowie anderen Ländern bekannt ist, zeigte sich weitaus optimistischer. Da die Einnahmen des Betreibers größtenteils online und über digitale Casinos generiert werden, lautete die Prognose, dass geschätzt 91 % der Umsätze von der aktuellen Lage unberührt bleiben würden. Ein Sprecher kommentierte, dass es zwar traurig sei, dass die Sportveranstaltungen abgesagt wurden, er aber bezüglich der nahen Zukunft des Unternehmens optimistisch eingestellt ist. Zudem würde man sicherstellen, dass die besten Online-Casino-Spiele in Deutschland den Spielern weiterhin zur Verfügung stehen werden.

David Hammond, COO von SBTech, behielt die Einzelheiten für sich. Er erklärte lediglich, dass er sich der Auswirkungen bewusst sei, denen Partner mit Spezialisierung auf Sportwetten ausgesetzt sind, und dass SBTech alle nur erdenklichen Anstrengungen unternehmen werde, um eng mit den Betroffenen zusammenzuarbeiten und dafür zu sorgen, die Folgen bestmöglich abzuschwächen.

Sazka Group und GiG

Die europäische Lotteriegesellschaft Sazka Group zeigte sich von ihrer Position überzeugt. Sie erklärte lediglich, dass Notfallpläne erstellt worden seien, die sicherstellen würden, dass der Betrieb weitestgehend unberührt bleibt. Ein Sprecher fügte allerdings hinzu, dass durchaus mit Konsequenzen für den Umsatz zu rechnen sei. Konkrete Einzelheiten wurden jedoch nicht mitgeteilt.

Die Gaming Innovation Group (GiG), ein weiterer Betreiber mit Fokus auf Casinos, präsentierte sich ebenfalls optimistisch. Man erklärte, dass nur 6,5 % der Umsätze aus Sportwettenaktivitäten stammen, was wiederum bedeutet, dass die aktuelle Lage nur geringe bis vernachlässigbare Folgen haben wird.

Flutter, GVC Holdings und William Hill

Diejenigen Unternehmen, die überwiegend auf Sportwetten anstatt Casinos setzen, sind am meisten von COVID-19 betroffen: Flutter Entertainment, William Hill und GVC Holdings. Flutter Entertainment hat nicht lange um den heißen Brei herumgeredet und erklärte, dass 78 % der Umsätze Sportbezug haben und die Einnahmen um bis zu 120 Millionen Euro sinken könnten.

GVC Holdings berichtete von noch größeren Verlusten in Höhe von bis zu 163 Millionen Euro. Die Prognose wurde nach Absage der Pferderennen in Großbritannien auf 190 Millionen Euro angepasst. Diese werden nun frühestens wieder gegen Ende April stattfinden.

William Hill schließlich nannte keine konkreten Zahlen und erklärte lediglich, dass die Auswirkungen dramatisch seien, da etwa 54 % des Einkommens von Profisportaktivitäten abhängig sind.