Legalität von Online Casinos

Heike Cole - 04-03-2019

Online CasinosDie Rechtslage gestaltet sich bei Online Casinos besonders kompliziert. Mit einem klaren Ja und Nein kann hier kaum jemand antworten. Es ist eher so, dass es einige Grauzonen in diesem Bereich gibt. Das kommt daher, da EU-Recht, Landesrecht und nationales Recht aufeinanderstoßen. In Deutschland ist es so, dass es eigentlich kein legales Online-Glücksspiel gibt. Lediglich die staatlichen Lotterien und einige Casinos aus Schleswig-Holstein, die eine Casino-Lizenz erhalten haben, dürfen das Glücksspiel anbieten. Von daher kommt es immer wieder dazu, dass die Rechtmäßigkeit anderer Anbieter infrage gestellt wird. Aber selbst die Online Casino, die mit einer Lizenz aus Schleswig-Holstein ausgestattet sind, arbeiten nun in der Grauzone, da der generelle deutsche Glücksspielvertrag abgelaufen ist.

Warum hat Deutschland Glücksspielmonopol?

Das Glücksspielmonopol in Deutschland besagt, dass Glücksspiele ausschließlich in Casinos und Glücksspieleinrichtungen der Bundesländer angeboten werden dürfen. Natürlich gibt es bereits viele Kritiken zu diesem Gesetz. Die Bundesländer möchten aber dadurch Geld verdienen und die Bürger daran hindern, auf Portalen zu spielen, die in anderen EU-Ländern lizenziert sind. Denn wenn die Bürgere im Ausland spielen, dann fallen hohen Steuereinnahmen weg.

Aber ist dieses Monopol in der heutigen Zeit noch gerechtfertigt? Wir denken, dass das Monopol veraltet ist, aber letztendlich muss der Staat einen Beitrag zur Suchtprävention beitragen, damit ein Monopol in diesem Bereich zulässig ist. Im Endeffekt würde dies bedeuten, dass sich Spieler aus Deutschland, die beispielsweise in einem Online Casino mit einer Lizenz aus Malta spielen, strafbar machen. Doch Spieler brauchen keine Angst zu haben.

Online Casinos in Deutschland

Deutsche Online-Spieler müssen sich keine Gedanken machen. Es gab noch keinen Fall, in dem gegen einen deutschen Online-Spieler rechtlich vorgegangen wurde. Das Risiko, dass ein Spieler belangt wird ist sehr, sehr gering – wenn nicht komplett obsolet. Von daher brauchen deutsche Online-Spieler aus jetziger Sicht keine Angst vor eventuellen Konsequenzen haben. Natürlich ist es auch so, dass sich im Bereich des Glücksspiels auch ständig etwas ändert – deshalb sollten Sie immer bestens informiert sein, wie die aktuelle Gesetzeslage gerade aussieht.

Das EU-Recht ist führend

Das EU-Glücksspielgesetz wird von einigen Institutionen als sehr kritisch angesehen und von daher wird auch immer wieder versucht, das Gesetz zu ändern. Es ist heute so, dass in Deutschland und Österreich Casino-Betreiber unterschiedlich behandelt werden. Staatliche Anbieter erhalten in der Regel eine Lizenz und bieten dann das Glücksspiel den Spielern an. Private Betreiber aus der EU, die beispielsweise eine gültige Glücksspiellizenz aus Gibraltar, Malta oder der Isle of Man vorweisen können, wird hingegen verboten, Ihre Angebote den deutschen Spielern anzubieten.

Aufgrund der Ungerechtigkeit kam es bereits zu mehreren Klagen gegen Deutschland und Österreich. Oft wurden dann auch kleinere Änderungen umgesetzt. Doch so wie es die EU vorsieht und wünscht, sieht das Gesetz in Deutschland leider noch nicht aus. Von daher laufen immer noch einige Klagen. Langfristig wird es keine Kompromisse geben, und es ist heute schon klar, dass sich das EU-Recht durchsetzen wird. Abhängig von den kleinen „Grabenkämpfen“ kann es in naher Zukunft dazu kommen, dass das Online-Glücksspiel von den Einschränkungen befreit wird, oder aber, dass das Online-Glücksspiel komplett verboten wird.

Doch da dem Staat jede Menge Steuereinnahmen durch ein Verbot von Glücksspielen entgehen würde, wird es wahrscheinlich so sein, dass das Online-Glücksspiel in Deutschland wesentlich freier gestaltet wird, und dass Anbieter aus anderen Ländern Ihre Angebote in Deutschland präsentieren dürfen.