Casino-Regulierung fördert Sportwetten

Heike Cole - 26-02-2020

Sportwetten werden gefördertDie deutsche Sportwettenbranche genießt weiterhin ein bemerkenswertes Wachstum, auch wenn die 16 Bundesländer sich auf ein neues Staatsabkommen zum Glücksspiel geeinigt haben. Das Land hat sein anfängliches Sportwetten-Regulierungsprogramm im Januar eingeführt, und die Gesetzgeber werden erwartungsgemäß  in den kommenden Monaten einen Rahmenplan für casinos und Poker-Seiten bekanntgeben.

Laut des Handelsorgans  Deutscher Sportwettenverband (DSWV) haben die Zahlen vom Bundesfinanzministerium offengelegt, dass deutsche Wettende 2019 21 % mehr auf Sportwetten gesetzt haben als im Vorjahr. Im letzten Jahr haben Wettende nahezu 9,3 Milliarde Euro ausgegeben.

Gesunde Ausgaben im Bereich Sportwetten bedeuten außerdem, dass Betreiber einen beträchtlichen Steuerbetrag gezahlt haben. Zum Ende des zwölften Monats am 31. Dezember 2019 hatten Betreiber insgesamt Sportwetten-Steuern in Höhe von 500 Mio. Euro gezahlt.

Der Präsident des DSWV, Mathias Dahms, sagte, dass die Zahlen nicht nur ermutigend, sondern auch überraschend seien,  weil der FIFA-Weltcup 2018 stattfand, im Jahre 2019 jedoch keine größeren Fußball-Veranstaltungen stattfanden. Er fügte hinzu, dass dies klar mache, dass Sportwetten eine beliebte Aktivität seien, die ihren Platz in der deutschen Gesellschaft einnehmen.

DSWV reagieren auf die neue Regulierung

Der anfängliche Regulierungsrahmen für Sportwetten, der am 1. Januar eingeführt wurde, macht erforderlich, dass Betreiber, die Dienste an Deutsche bieten, seitens Hessens Regionalrat in Darmstadt lizenziert werden müssen. Die Phase soll bis 30. Juni 2021 laufen, wenn ein permanenter, perfektionierter Rahmenplan erwartungsgemäß eingefürt wird.

Im Gespräch bezüglich des neuen Abkommens sagte Dahms, dass er es schätze, wie dies den einzelnen Bundesländern ermöglicht, Lizenzierungsrichtlinien so anzupassen, dass sie auf die lokalen Gegebenheiten ausgerichtet sind. Er fügte außerdem hinzu, dass er es als ermutigend empfinde, dass das Abkommen die Verantwortung für die Durchsetzung bezüglich illegalem Glücksspiel und Casino-Richtlinien den Bundesländern überlasse.

Obwohl Dahms das Abkommen generell unterstützt, brachte er mehrere Bedenken zur Sprache. Darunter war die Beschränkung bezüglich des Geldbetrags, den Wettende einzahlen können, die Richtlinien bezüglich des Zugriffs von Wettenden auf ihre Konten und diverse Restriktionen bezüglich Live-Wetten.

Casino-Regulierung ist unterwegs

Laut einer Ankündigung von Dirk Schrodter würden die Bundesländer technische und regulatorische Anforderungen für Casino Betreiber entwerfen. Das Kanzleigericht von Schleswig-Holstein sagte, dass besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung des Glücksspiels von Minderjährigen sowie den Schutz angreifbarer Spieler gerichtet werden würde.

Das neue Abkommen erhält das Monopol des Landes zum Betrieb von Lotterien aufrecht. Dieser Schritt wurde vom Deutschen Lotto- und Totoblock begrüßt.